Informationen zur J-GCL

Gemeinschaft erleben

Die meisten nennen es einfach das „J-GCL-Feeling“. Sie beschreiben damit das Gemeinschaftsgefühl, das sie im Verband erfahren. Gemeinsame Erlebnisse, Freundinnen und Freunde kennenlernen, Akzeptanz erfahren und gemeinsame Ziele verfolgen – das sind Erfahrungen, die Jugendliche tragen, die ihnen Vertrauen geben und sie auch oft bis ins Erwachsenenleben hinein prägen.
Durch die enge Kooperation und Zusammenarbeit untereinander, mit Lehrkräften, der Schulleitung oder der SMV prägen die Schülerinnen und Schüler aus den J-GCL das Schulleben mit und erfahren  einen kameradschaftlichen Kontakt zwischen Jugendlichen und Erwachsenen an der Schule auf Augenhöhe. So wird das verbandliche Gemeinschaftsgefühl auch an und innerhalb der Schule erlebbar und es wird ein wertvoller Beitrag zur Förderung des „Wir-Gefühls“ der Schulfamilie geleistet.

Lernen

In den J-GCL erfahren Jugendliche eine ganz andere Art des Lernens als in der Schule: Spielerisch, beinahe nebenbei, eigenen sie sich Wissen und Kompetenzen an, die heutzutage gemeinhin als „soft skills“ bezeichnet werden: Verantwortungsbewusstsein, Teamwork, Reflexionsfähigkeit, rhetorische Fähigkeiten, Leitungskompetenz und viele andere. Dadurch wird das Lernangebot der Schule erweitert und ergänzt und das Schulprofil durch einen wesentlichen Aspekt gestärkt.

Verantwortung übernehmen

Viele Gruppenmitglieder lassen sich später selbst zum/r Gruppenleiter/in ausbilden und übernehmen freiwillig vielfältige Aufgaben innerhalb des Verbandslebens. So lernen sie nicht nur Verantwortung für andere zu übernehmen, sondern auch für ihr eigenes Handeln, da sie wissen, dass sie oft eine Vorbildfunktion einnehmen und von ihrem Tun das Wohl anderer abhängt – Erfahrungen, die sie reifen und zu mündigen, verantwortungsbewussten Erwachsenen werden lassen. Da unsere Mitglieder ihr verbandliches Engagement vor allem an der Schule ausüben, übernehmen sie auch Verantwortung für die Schule, die ihnen dort zur Verfügung gestellten Räume und Materialien und natürlich für andere Schülerinnen und Schüler. Auch Lehrkräfte, die sich als Erwachsene Mitarbeiter/innen einbringen, unterstützen die Arbeit vor Ort und übernehmen mit Verantwortung für das Gelingen unserer Arbeit.

Schule Mitgestalten

Schule nimmt im Leben von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Position ein. Damit Schule mehr Lebensraum als nur reiner Lernort ist, engagieren sich die J-GCL direkt an der Schule und gestalten sie auf vielfache Weise mit. Z.B. bieten Schulungsteams auch ehrenamtlichen Schülerinnen und Schülern pädagogisch wertvolle, qualitativ hochwertige und praxisorientierte Tutoriumsschulungen an oder organisieren Aus- und Weiterbildungsangebote für Klassensprecherinnen und Klassensprecher oder SMV-Verantwortliche. Die spirituellen Erfahrungen der J-GCL fließen in die Gestaltung von Tagen der Orientierung, von Schulgottesdiensten oder Frühschichten für Jugendliche und Schulpersonal ein. Die im Verband erlernten organisatorischen Fähigkeiten bereichern die Vorbereitung von Aktions- und Projekttagen und anderen Schulveranstaltungen. So und auf vielfältige andere Arten gestalten die J-GCL Schule mit und machen sie zu einem attraktiven Lebensraum für alle Beteiligten.

Demokratie lernen

Die J-GCL sind basisdemokratisch orientiert, alle Ämter werden durch Wahlen besetzt. So erlangen Jugendliche bereits früh ein Bewusstsein für demokratische Prozesse, sie lernen, dass ihre Stimme zählt, dass sie durch ihr Engagement etwas bewirken können. Auf Konferenzen erleben sie „hautnah“, wie Beschlüsse nach Debatten, Kompromissen und Abstimmung zustande kommen. So verstehen Jugendliche die Bedeutung der Demokratie für das Leben in einer Gemeinschaft und erkennen ihre eigene Funktion innerhalb eines solchen Systems.

Politisches Engagement

Jugendliche in unseren Verbänden wollen nicht nur reflektieren und reden, sondern sich aktiv für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und notwendige Veränderungen, z.B. in Gesellschaft und Kirche, einsetzen. Aus dem Bewusstsein heraus, dass nicht alle die politischen und sozialen Möglichkeiten haben, sich für ihre Interessen und gegen Ungerechtigkeit einzusetzen, wollen wir, wo uns das möglich ist, solidarisch für andere Partei ergreifen,

Spiritualität und Werte entdecken

Ignatianische Spiritualität prägt den Alltag der J-GCL auf allen Ebenen. Morgen- und Abendimpulse, Gottesdienste und Alltagsexerzitien sind fester Bestandteil der Verbandskultur. Jugendliche finden die Möglichkeit, ihre Beziehung zu Gott zu entdecken, Glauben individuell zu leben und neue Formen der Gotteserfahrung zu erleben. Viele finden erst im Verband einen ersten oder neuen, altersgerechten Zugang zur Kirche und lernen, diese aktiv nach ihren eigenen Bedürfnissen mitzugestalten.

Zweiverbandlichkeit

Die zwei Verbände in den J-GCL existieren eigenständig, arbeiten aber eng zusammen. Die strukturelle Trennung fördert geschlechtsspezifische Angebote und Sichtweisen. Wir nutzen die „Eigenarten“ der Geschlechter für die Persönlichkeitsentwicklung der und des Einzelnen sowie für das Zusammenwirken von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern in verschiedenen gesellschaftlichen wie kirchlichen Zusammenhängen.

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